Banner

Lesen Sie die aktuelle AutoSprint-Ausgabe 05/2012

AutoSprint Mai 2012Themen der Mai-Ausgabe:
Renault-Report: Mobilität nach Mass Neuheiten: Chevrolet Corvette GS, Dacia Lodgy, Citroën C4 Aircross, VW Beetle, VW up, Opel Combo & Zafira Tourer Motorsport: Erste Sieger der Marken-Pokale Ratgeber: Sprit sparen - so geht's Agenda: Classic Car Auction beim Dolder in Zürich und Klassikwelt Bodensee
Die nächste Ausgabe erscheint am 5. Juni 2012

Banner
Drucken
PDF

Truck Racing Nürburgring: Guter Abschluss für Bösiger

Markus Bösiger (l.) schaffte im 2. Rennen am Sonntag Platz 2.Halbzeit bei der FIA European Truckracing Championship 2011: Vor 212 000 Zuschauern holte sich Renault Trucks-MKR Technology auf dem Nürburgring (9. bis 10. Juli 2011) zwei Podiumsplätze. Das Team mit Adam Lacko, Markus Oestreich und dem Schweizer Markus Bösiger konnte seine Leistungen verbessern, und so ist für die zweite Saison-Hälfte Optimismus angesagt.

Beim spektakulärsten Rennweekend der Saison hatte Renault Trucks Deutschland keine Kosten und Mühen gescheut. Über 3000 Gäste konnten während der drei Tage dauernden Veranstaltung die Aussicht von der Terrasse auf die Rennstrecke geniessen. Unter den Besuchern war auch Renault Trucks-Chef Stefano Chmielewski.
Publikums-Magnet: Designmodell des Renault Magnum nach einem Entwurf der Rumänin Ionica Dogaru.
Für grosse Begeisterung sorgten auch mehrere Sonder- und Design-Trucks von Renault: Kunden und Zuschauer konnten zwei Premium Truck Racing, einen «alten» Kerax der Expedition Cape to Cape – soeben zurückgekehrt von der Rallye Berlin-Breslau – sowie drei extra für die Gelegenheit dekorierte Magnum bewundern. Die präsentierten Fahrzeuge waren das Werk der rumänischen Designerin Ionica Dogaru, die vor einigen Wochen den Designwettbewerb von Renault Trucks Deutschland gewonnen hatte. Ihr Magnum mit einem Kühlergrill in Form eines Reissverschlusses, der sich anschickt, den Motor zu enthüllen, wurde von der Jury einhellig zum Sieger erklärt. Die Reaktion des Publikums und der Kunden war so erfreulich, dass Renault Trucks in Erwägung zieht, einige davon in Form einer Sonderserie zu produzieren.

1. Renntag

Das Rennspektakel war durchaus gelungen, die Rennen umstrittener denn je. In der Qualifikation betrugen die Abstände zwischen den Bestplatzierten lediglich einige Zehntelsekunden. Im ersten Rennen konnte sich der Aargauer Markus Bösiger, der Truck-Racing-Europameister von 2007, den 6. Startplatz sichern. Durch Getriebeprobleme verlor Bösiger bei Rennbeginn jedoch gleich mehrere Plätze. In der vorletzten Runde hatte Bösiger seine übrigen Mitstreiter etwas abschütteln können und setzte nun zum Angriff auf Platz 8 an, da im zweiten Tagesrennen die acht Erstplatzieren in umgekehrter Reihenfolge starten, setzte der Schweizer alles daran, mit dem 8. Rang die Pole fürs Folgerennen zu erlangen. Dazu musste Anthony Janiec überholt werden. Der Schweizer war im Prinzip erheblich schneller und wollte innen am Franzosen vorbei, der machte das Loch plötzlich zu, beide Trucks kollidierten, Bösiger drehte sich, während Janiec unbeeindruckt weiterfuhr und als Achter die Ziellinie passierte. Bösiger wurde von seinen direkten Verfolgern überholt und musste sich am Ende mit dem einen Punkt mit dem 10. Rang zufrieden geben. Schliesslich bekam Janiec wegen einer nicht angetretenen Durchfahrtsstrafe 30 Sekunden aufgebrummt, dennoch blieb Bösiger nur der undankbare 9. Platz. Der Sieg ging an die Deutschen Jochen Hahn (MAN) vor Markus Oestreich (Renault) und Uwe Nittel (MAN).

Die Voraussetzungen für das Folgerennen waren somit für den Schweizer ausgesprochen ungünstig, weiter nach vorn zu fahren, schliesslich lagen alle starken Konkurrenten in der Startaufstellung schon vor ihm. Dazu kamen noch die Schaltprobleme, sodass Bösiger am Ende unter diesen Bedingungen mit dem 7. Platz noch zufrieden sein musste. Den Sieg holte sich der Spanier Antonio Albacete (MAN) vor dem Buggyra-Piloten David Vrsecky (CZE) und Uwe Nittel.

2. Renntag

In der Nacht baute das MKR-Team das Getriebe aus und setzte das ein, das eigentlich revidiert werden sollte. Und tatsächlich fuhr Bösiger mit 1:56.634 Minuten beim frühmorgendlichen WarmUp die schnellste Zeit. In den entscheidenden Runden der SuperPole konnte sich der Schweizer aber nicht mehr verbessern – im Gegensatz zu seinen schärfsten Konkurrenten. Schliesslich blieb ihm nur der 6. Startplatz, neben dem Teamkollegen Oestreich. Doch beim Start konnte der Langenthaler zwei Plätze gewinnen, dann aber gab es am Turbolader seines Renault-RaceTrucks eine kleine Undichtigkeit. Tröpfchenweise saugten die Hinterreifen das Öl auf, der Truck des Schweizers verlor an Grip und so musste Bösiger nacheinander die Teamkollegen Oestreich und Lacko passieren lassen. Am Ende blieb ihm dann wieder einmal nur der 6. Platz.

Pünktlich zum letzten Rennen begann es dann zu regnen. Schon in der Einführungsrunde schlitterten die Trucks häufig quer über die Piste. Und so kam es dann auch schon bald zu einer Massenkollision mit Rennabbruch und Neustart. Auch beim zweiten Versuch gab es sehr viel Schrott, wovon der Schweizer aber relativ unbehelligt blieb. Von Anfang an war Bösiger der Schnellste in dem – ursprünglich – 24er Feld. Doch es gab kaum Möglichkeiten zu überholen, zumal an diversen Streckenabschnitten wegen der vielen Havaristen Dauergelb – gleich Überholverbot – herrschte. An der Spitze hatte sich ein Quintett aus Vrsecky, dessen englischen Teamkollegen Chris Levett, Lacko, Albacete und Bösiger gebildet. Nun lief der Schweizer unter diesen widrigen Bedingungen zur Höchstform auf. Zunächst packte er sich den amtierenden Champion Albacete und lag nun hinter Teamkollegen Lacko. Die beiden Renaults waren eindeutig schneller als Levett, aber sie kamen nicht am Engländer vorbei. So konnte sich Vrsecky an der Spitze absetzen und einem letztendlich ungefährdeten Sieg entgegenfahren. Endlich zogen auch Lacko und Bösiger an Levett im Doppelpack vorbei, und Bösiger schnappte sich dann direkt auch seinen tschechischen Teamkollegen. Mit dem 2. Platz sicherte sich der Schweizer dann doch noch einen Podiumsplatz beim Truck Grand Prix.

Im Gesamt-Klassement belegt das Renault-Team nach wie vor Platz zwei mit 340 Punkten, seine Piloten liegen auf Platz 3 (Markus Oestreich, 158 Punkte), Platz 5 (Adam Lacko, 137 Punkte) und Platz 7 (Markus Bösiger, 113 Punkte). Die zweite Hälfte der Saison verspricht ebenso spannend zu werden.

Das nächste Rennen der Europameisterschaft wird im russischen Smolensk am 30. und 31. Juli 2011 stattfinden.

Fahrer-Gesamtwertung

1
2
3
4
5
6
7

Jochen Hahn
Antonio Albacete
Markus Oestreich – Renault Trucks
Uwe Nittel
Adam Lacko – Renault Trucks
David Vrsecky
Markus Bösiger – Renault Trucks

241 Punkte
197
158
144
137
129
113

Team-Gesamtwertung
1
2
3
CEPSA–TRUCK SPORT BERNAU
MKR TECHNOLOGY (Renault Trucks)
BUGGYRA, INT. RACING SYSTEMS
407 Punkte
340
253

http://truckracing.renault-trucks.com/de
www.boesiger-langenthal.ch

Video der Woche: Feuer bei Williams

Newsletter-Service

Wissen, was in der Schweizer Auto-Branche läuft - jeden Dienstag und Freitag per E-Mail: Gratis-Abo hier


Name:

Email:

Premium-Partner

ICT-News

Scania

CGX

OZ Racing

VW


Partner


autohaus24 das Neuwagenportal


go4race


Online-Auktionen

Erdgas - der Umwelt zuliebe

Wall of Fame

Überblick über 100 Jahre Schweizer Motorsport-Geschichte
Banner