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04. Oktober 2011
LO Formula Renault 2.0 ALPS: Die Würfel sind gefallen!

Manchmal braucht es nur wenig, um alles auf den Kopf zu stellen. Dies musste auch Paul-Loup Chatin am Ende des ersten Laufes zur Meisterschaft der LO Formel Renault 2.0 ALPS an diesem Wochenende in Belgien erfahren. Der Franzose lag mit 306 Punkten vor dem Spanier Javier Tarancon mit 304 und dem Franco-Schweizer Yann Zimmer mit 286 Punkten klar in Führung. Doch ein Unfall, der zu seiner Aufgabe führte, stellte alles wieder infrage. Die Entscheidung um den Meistertitel sollte im letzten Rennen der Saison fallen.
1. Lauf: Zimmer Zweiter: «Das Härteste liegt noch vor uns!»
An der Seite von Alex Ribeiras, dem unangefochtenen Gewinner des zweitletzten Laufes dieser Saison, und Edolo Ghirelli, dem brillanten Dritten, hatte Yann Zimmer, Sohn des Honda-PR-Managers Lionel Zimmer, auf dem zweiten Podestplatz allen Grund zu lächeln. Als grosser Favorit auf den Titel fiel Jean-Loup Chatin aufgrund eines Unfalls aus, wovon Zimmer direkt profitieren konnte. Eine Viertelstunde später und mit einem Blumenstrauss in der linken und dem Pokal in der rechten Hand ging der Franco-Schweizer zu seinem Fahrzeug und tätschelte auf die Haube mit der Nummer 11, als ob er sich bei ihm für die tadellose Leistung bedanken wollte. Dennoch mochte Zimmer nicht triumphieren: «Zweiter ist sicher ein gutes Resultat, aber das Härteste liegt noch vor uns», meint er.
2. Lauf: Titel für Tarancon, Zufriedenheit bei Zimmer und Enttäuschung bei Chatin.
Vor dem Start zum letzten Lauf von Spa-Francorchamps lag Spannung in der Luft. Im Hinblick auf den Titel waren noch mehrere Szenarien denkbar. Als dann die Startlichter erloschen, war es wohl dss Schwierigste, einen klaren Kopf zu bewahren, um ein fatales Manöver zu vermeiden. Riberas war ohne Zweifel der Entspannteste: Er hatte nicht alle Läufe der Meisterschaft bestritten, was ihm eine gewisse Gelassenheit gab, welche die Burschen mit Aussicht auf den Titel nicht hatten. Von der zweiten Runde an übernahm der Spanier die Führung vor Hansen und fuhr zu einem Sieg, den ihm niemand zugetraut hätte. Als ob er seine Überlegenheit unter Beweis stellen wollte, fuhr Riberas mit 2’22“011, einem Schnitt von 177,6 km/h, auch die schnellste Rennrunde. Hinter ihm entwickelte sich ein harter Zweikampf. Zimmer fuhr vom dritten auf den zweiten Platz, bevor er sich wieder mit einem äusserst motivierten Timmy Hansen konfrontiert sah. «Darauf bin ich vernünftig geworden und habe mich höchst konzentriert, um grosse Risiken zu vermeiden. Dies heisst jedoch nicht, dass ich mich zurückgelehnt habe», meint Yann im Ziel, eher befriedigt über das Ende dieser Saison, die ihm den Titel des Vizemeisters der LO Formel Renault 2.0 ALPS eingebracht hat.
Klugheit hatte auch Javier Tarancon bewiesen. Am Ende eines Weekends, an dem er einmal Sechster und einmal Dritter wurde, gewinnt der spanier die Meisterschaft ALPS 2011. Im Hinblick auf das letzte Rennen der Saison präsentiert sich die Bilanz der Schweizer zufriedenstellend. Neben Zimmer auf dem dritten findet man Mauro Calamia auf dem siebten und Kevin Gilardoni auf dem neunten Platz. Einzig Christof von Grünigen, der in der dritten Runde einen Dreher hatte, fehlt in der Rangliste. «Ich weiss nicht, was passiert ist. In der Abfahrt nach Les Combes ist mein Wagen plötzlich ausgebrochen. Die Strecke war glitschig und Gibbin wurde übrigens an derselben Stelle Opfer eines ähnlichen Zwischenfalls!»
Damit ist das Fest zu Ende, die Meisterschaft LO Formel Renault 2.0 ALPS gehört der Vergangenheit an. Diese erste Auflage war ein Erfolg, insgesamt 27 Fahrer haben daran teilgenommen. Die Bilanz ist durchaus befriedigend und diese Meisterschaft wird im nächsten Jahr fortgesetzt.
Schlussklassement der Meisterschaft LO Formel Renault 2.0 ALPS
1. Javier Tarancon, Spanien, 344 Punkte
2. Yann Zimmer, Schweiz/Frankreich, 338 Punkte
3. Paul-Loup Chatin, Frankreich, 326 Punkte
4. Melville McKee, Grossbritannien, 229 Punkte
5. Stefano Colombo, Italien, 154 Punkte
6. Kevin Gilardoni, Italien/Schweiz, 153 Punkte
7. Thomas Jäger, Österreich, 150 Punkte
8. Christof von Grünigen, Schweiz, 133 Punkte
9. Vittorio Ghirelli, Italien, 128 Punkte
10. Mauro Calamia, Schweiz, 125 Punkte
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