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11. August 2011
Red Bull Kart Fight: Fredy Barth macht Buemis Gegner fit
Gestern Mittwoch verriet Rennfahrer Fredy Barth (32) jungen Fans auf der Kartbahn Lyss bei Bern Tricks, damit sie sich für das Red Bull Kart Fight Finale qualifizieren können.
«Es war genial», strahlt ein verstrubbelter Junge, während er aus seinem Kart klettert. Auch der Lehrmeister ist zufrieden: «Es sind alle schneller geworden», lobt Fredy Barth die Buben, die sich um ihn drängen und einen Blick auf die Liste mit den Rundenzeiten werfen möchten.
Diese Rundenzeiten sind wichtig, denn die schnellste kann das Ticket nach Mollis bedeuten, wo am 17. September das Finale des Red Bull Kart Fight stattfindet. Noch bis zum 4. September können sich Jungen und Mädchen ab 13 auf den Kartbahnen von Locarno, Wohlen, Fimmelsberg, Vuiteboeuf und Lyss mit ihrer schnellsten Runde qualifizieren. In Mollis messen sich 105 Glückliche, die sieben Qualifikationsschnellsten pro Kategorie und Kartbahn, dann mit der Bestzeit von Formel-1 Bullen Sébastien Buemi.
Ein gutes Dutzend Jungs zwischen 13 und 16, darunter sogar ein Geburtstagskind, sind auf die Kartbahn Lyss gekommen, um sich Tipps und Tricks von Fredy Barth zu holen. Dieser erklärt vor der ersten Session auf der Bahn das Elementare: «Spät bremsen, früh Gas geben, das ist das Wichtigste.» Danach zeichnet er auf, wie die Ideallinie aussieht. Die Gesichter seiner jungen Zuhörer werden konzentrierter, die Nachwuchsfahrer passen gut auf.
Willkommenes Engagement für den Nachwuchs
Danach geht es auf die Kartbahn. «Man sieht schon, wer schon Routine hat und wer erst ein paar Mal gefahren ist», erklärt Barth, der an der Strecke steht und sich Notizen macht. «Allerdings ist Talent schwer zu erfassen, weil sich nicht alle gleich schnell entwickeln.» Ausserdem, sagt der Rennfahrer, der einst dem Vorbild von Niki Lauda folgte, in der Schweiz sei die Nachwuchsarbeit noch immer vor allem Sache von Eltern und Sponsoren. «Ich finde es toll, dass sich Red Bull engagiert. Ich wollte, ich hätte als Junge auch solche Unterstützung gehabt.»
Nach einer Runde Feedback vom Profi dürfen die jungen Kart Fighter wieder auf die Bahn. Schon zehn Minuten vor dem Start sitzen sie in den Karts – Geduld wäre für einen zukünftigen Rennfahrer wohl auch ein Berufshindernis. «Ein guter Rennfahrer muss Übersicht haben, eine gewisse Intuition und natürlich körperliche Fitness», erklärt Fredy Barth seinen Schützlingen. Das mit der Übersicht klappt noch nicht überall, ein Kart landet in der Wiese. Der Rest kommt auf dem regulären Weg durch die Kurven.
Noch haben die jungen Fahrer Zeit, ihre Ideallinie zu finden. Am 17. September aber gilt es in Mollis ernst: Der Sieger des Red Bull Kart Fight gewinnt eine Reise an ein Formel-1-Rennen. Und wer weiss, vielleicht wird er eines Tages sogar Konkurrent seines gestrigen Lehrmeisters Fredy Barth.
Weitere Informationen zum Red Bull Kart Fight unter www.redbullkartfight.ch





















