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23. Januar 2011
Fulda Challenge 2011: Silbermedaille für Schweizer Team
Was seit Tagen hochgerechnet wurde, bewahrheitete sich heute. Das Schweizer Team Evelyne Binsack und Renzo Blumenthal bekamen für ihre herausragenden Leistungen und den unermüdlichen körperlichen Einsatz bei bis zu minus 47 Grad an der 11. Fulda Challenge die Silbermedaille! Auch in der Einzelwertung bei den Frauen als auch den Männern holten sich Evelyne Binsack und Renzo Blumenthal beide den hervorragenden zweiten Rang. Herzliche Gratulation an unser Schweizer Team. Gefragt, was Renzo mit dem Preisgeld machen werde, antwortete er: «Ich werde vielleicht eine Kuh kaufen . . .».
Die elfe Auflage der Fulda Challenge ging heute in die Schlussphase. 2000 Kilometer lagen zwischen den zehn Wettkampforten. Eiskalte Nerven, Ausdauer und Sportlichkeit, gepaart mit Teamgeist, Geschicklichkeit und Orientierungssinn waren gefragt.
In der kanadischen Wildnis wird den Teams schonungslos alles abverlangt. Und dies in den unterschiedlichsten Disziplinen. Eine Extrem-Herausforderung für Körper, Kopf und Kampfgeist, die die Fulda-Challenge zum einzigartigen und härtesten Wintersportevent der Welt macht.
Die 16 Athleten aus Kanada, Österreich, Deutschland und der Schweiz lernten dabei aber auch die atemberaubend schönen, nordwestlich an Alaska grenzenden Staaten Kanadas, den Yukon und die North West Territories, kennen, lieben und wegen ihrer eisigen Temperaturen zu respektieren. Nicht nur an die VW Touareg wurden höchste Anforderungen an Ausdauer, Nehmerqualitäten und Zuverlässigkeit gestellt, sondern auch an deren Bereifung. Fulda Reifen erlangte hier einmal mehr wichtige Erkenntnisse, die durchaus für den Einsatz auf heimischen Strassen übertragbar sind.
Einen 400 Kilometer langen Trip von Inuvik über die Ice Road nach Tuktoyaktuk und zurück unternahmen die Fulda Challenge-Teilnehmer am letzten Wettkampftag. Es ging zum Speerschiessen, dabei musste eine Harpune möglichst nah in das Ziel geschleudert werden. Eigentlich hätte es ein Wettbewerb mit Buggy Kits werden sollen. Doch der in dem Inselstädtchen normalerweise mit 80 km/h blasende Wind hatte Flaute.
Das 900 Seelenstädtchen Tuktoyaktuk (wörtlich: sieht aus wie ein grosses Karibu) ist die nördlichste Stadt der Welt. Gleich danach kommt der Nordpol. Tuktoyaktuk (kurz Tuk) ist von einer Vielzahl kleiner Seen umgeben. In den Wintermonaten besteht über die sogenannten Ice Bridges eine Eisstrassenanbindung nach Inuvik. Nur gerade drei Monate ist der Ort per Schiff erreichbar.
In der Gemeindehalle von Inuvik fand die Siegerehrung statt. Jeweils der zweite Platz – sowohl in der Einzel- als auch in der Teamwertung – ging dabei an unsere Schweizer Evelyne Binsack und Renzo Blumenthal. Nur das österreichische Team war noch ein Quäntchen besser und gewann den begehrte Goldnugget. Auf dem dritten Rang rangiert Deutschland. Die Organisatoren hatten für die Athleten eine grosse Party organisiert – inklusive Präsentation des neuen High Performance Winterreifen Fulda SportControl. Für die Abendveranstaltung mussten 14 Tonnen Equipment aus dem 3.200 km entfernten Edmonont per LKW über die vereisten Highways und Schotterpisten in den hohen Norden gebracht werden. So konnten die Teilnehmer nach einer harten Wettkampfwoche bei minus 40 Grad bei Cocktails, Partymusik und einem aufwendigen Show-Programm langsam wieder «auftauen».
Popstar-Juror Detlef D! Soost kam dabei sogar ins Schwitzen. Er überraschte seine Sportskameraden mit einer perfekt einstudierten Choreografie auf der Bühne. Seine Lebensgefährten Kate Hall heizte den Sportlern mit ihrem Gesang zusätzlich ein.
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