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17. Dezember 2011
VW zieht Zwischenbilanz der Elektro-Golf-Erprobung
Insgesamt 80 Volkswagen Golf Blue-e-Motion Fahrzeuge sind seit Juni 2011 in Berlin, Hannover und Wolfsburg von Privatpersonen, klein- und mittelständischen Unternehmen, Grosskonzernen und Behörden im Alltag erprobt worden. Nun veröffentlichte Volkswagen erste Ergebnisse. Parallel bereitet sich das Unternehmen auf den internationalen Flotteneinsatz ab Anfang 2012 vor.
Die Flottenerprobung mit diversen Kundenbefragungen hat unter anderem gezeigt, dass private Haushalte den Golf Blue-e-Motion als ideales Zweitfahrzeug für den innerstädtischen und regionalen Verkehr hinsichtlich Fahrdynamik und Komfort schätzen. Weiterhin haben die Probanden die unterschiedlichen Rekuperationsstufen des Golf Blue-e-Motion positiv bewertet. Ebenso wurde die Fernsteuerung über ein spezielles iPhone App zur Fahrzeugvorkonditionierung für das Laden der Batterie und die Temperaturvorwahl zur gewünschten Abfahrtszeit intensiv genutzt.
Es hat sich zudem herausgestellt, dass die Reichweite des Golf Blue-e-Motion von insgesamt 150 Kilometern für die Mehrzahl aller täglichen Fahrten völlig ausreichend ist: Durchschnittlich wurden täglich nur 30 Kilometer zurückgelegt. Gewerbliche Nutzer sehen das Haupteinsatzgebiet eines reinen Elektrofahrzeuges im städtischen Dienstverkehr. Bei dieser Zielgruppe sind das eigene Unternehmensimage bezüglich Nachhaltigkeit sowie die Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership) wichtige Argumente für die zukünftige Integration von Elektrofahrzeugen in den Unternehmensfuhrpark.
Verbesserungspotenzial bei Akustik und Verbrauchsanzeige
Eine weitere Rückmeldung aus der Flottenerprobung hat ergeben, dass es für den Kunden ungewohnt ist, dass ein Elektrofahrzeug im Stand keine Geräusch macht. Hier ist eine Rückmeldung für den Fahrer wichtig, um ihm die Fahrbereitschaft des Fahrzeugs anzuzeigen. Um von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden zeigt sich, dass ein künstliches Geräusch bis zu Geschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern ratsam ist.
Als weiterer wichtiger Aspekt hat sich herausgestellt, dass der Fahrer eine sehr detaillierte Anzeige über die Restreichweite sowie eine Empfehlungen zur Verbrauchsoptimierung seiner Fahrweise wünscht. Im öffentlichen Raum ist der einfache Zugang und Wechsel zwischen Ladepunkten unterschiedlicher Energieversorger sowie ein schnelles Aufladen der Batterie sehr wichtig. Das Themenfeld «Laden und Infrastruktur» mit sämtlichen Facetten wird auch von Volkswagen als wichtiger Baustein für die Elektromobilität gesehen.
2012 folgt die internationale Flottenerprobung
Wie Dr. Rudolf Krebs, Leiter Elektro-Traktion des Volkswagen Konzerns sagt, sind die Ergebnisse für die Optimierung der Elektrofahrzeuge aller engagierten Konzernmarken sehr wichtig: «Aktuell bereiten wir für Anfang 2012 die internationalen Flottenerprobungen in Österreich, Belgien, Frankreich und USA mit dem Golf Blue-e-Motion vor, um unsere Erfahrungen hinsichtlich anderer Geländetopografien, Klimabedingungen und regional unterschiedlichen Kundenerwartungen zu ergänzen.»
Golf Blue-e-Motion schon mehrfach bewährt
Die Alltagstauglichkeit des Fahrzeugs wurde dieses Jahr auch bei verschiedenen Wettbewerben unter Beweis gestellt – zuletzt bei der «Future Car Challenge» am 5. November 2011 auf der Strecke von Brighton nach London in England, bei welcher der Golf Blue-e-Motion den 1. Preis in der Wettbewerbskategorie «most efficient regular car» gewann. Bei der Silvretta E-Auto Rallye am 10. Juli 2011 in den Alpen belegte der Volkswagen Konzern die ersten zwei Plätze mit dem Audi A1 e-tron und dem Golf Blue-e-Motion in der Gesamtwertung.
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